Mikroplastik fällt vom Himmel: Warum es nicht nur über Abwasser in unsere Gewässer gelangt

15.09.2026 / Blog
Mikroplastik fällt vom Himmel: Warum es nicht nur über Abwasser in unsere Gewässer gelangt - Mikroplastik fällt vom Himmel: Warum es nicht nur über Abwasser in unsere Gewässer gelangt

Bei Mikroplastik im Wasser denken viele zunächst an Abwasser: Kunststofffasern aus der Waschmaschine, Abrieb von Produkten oder kleine Kunststoffpartikel, die über die Kanalisation in Kläranlagen gelangen.

Neue Untersuchungen aus der Schweiz zeigen jedoch, dass dieser Blick zu kurz greift. Mikroplastik wird auch über die Atmosphäre transportiert und durch Regen, Schnee oder trockene Ablagerung wieder auf Böden und Gewässer eingetragen.

Eine gemeinsame Untersuchung von Eawag, Empa und Agroscope, deren Ergebnisse am 10. September 2026 vorgestellt wurden, liefert erstmals landesweite Größenordnungen für diese Eintragspfade. Dabei zeigt sich: Der direkte Eintrag aus der Atmosphäre in Schweizer Oberflächengewässer könnte größer sein als der verbleibende Eintrag aus Kläranlagen.

Rund 4,7 Tonnen Mikroplastik aus Kläranlagen

Für die Untersuchung des Abwassers analysierten die Forschenden 51 Schweizer Kläranlagen, die zusammen das Abwasser von rund 44 Prozent der Schweizer Bevölkerung behandeln.

Untersucht wurden Mikroplastikpartikel mit einer Größe von mehr als 20 Mikrometern. Auf Basis der Messdaten und der Schwebstoffkonzentrationen in den Abläufen wurde anschließend der landesweite Eintrag abgeschätzt.

Das Ergebnis:

Rund 4,7 Tonnen Mikroplastik gelangen demnach jedes Jahr über Schweizer Kläranlagen in Oberflächengewässer.

Das entspricht ungefähr 3,1 × 10¹³ Kunststoffpartikeln pro Jahr. Der statistische Unsicherheitsbereich der Massenschätzung liegt allerdings zwischen 0,9 und 11,4 Tonnen. Es handelt sich deshalb nicht um eine exakt gewogene Gesamtmenge, sondern um eine wissenschaftliche Hochrechnung.

Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass Kläranlagen bereits einen großen Teil der mit dem Abwasser transportierten Partikel zurückhalten. Zusätzliche Reinigungsstufen können den verbleibenden Austrag weiter reduzieren.

Die Forschenden berechnen beispielsweise, dass weitergehende Verfahren mit Aktivkohle beziehungsweise Ozonierung und anschließender Sandfiltration den schweizweiten Eintrag über Kläranlagen unter bestimmten Annahmen von rund 4,7 auf ungefähr eine Tonne Mikroplastik pro Jahr senken könnten.

Rund 10 Tonnen gelangen direkt aus der Luft in Gewässer

Noch überraschender sind die Ergebnisse der parallel durchgeführten Untersuchung zur atmosphärischen Ablagerung.

Von Mai 2024 bis Mai 2025 wurden an fünf Standorten in der Schweiz trockene und nasse Ablagerungen aus der Atmosphäre untersucht. Die Messstellen lagen in städtischen, suburbanen, ländlichen und bergigen Regionen.

Analysiert wurden Mikroplastikpartikel zwischen 20 und 215 Mikrometern.

Aus den Messwerten und den Flächendaten der Schweiz errechneten die Forschenden für Regionen unterhalb von 2.000 Metern Höhe eine jährliche atmosphärische Ablagerung von rund:

219 Tonnen Mikroplastik.

Davon entfallen nach der Hochrechnung etwa:

  • 78 Tonnen auf landwirtschaftliche Flächen

  • 10 Tonnen direkt auf Oberflächengewässer

Damit wäre der direkte atmosphärische Mikroplastikeintrag in Schweizer Gewässer innerhalb der untersuchten Größenklasse ungefähr doppelt so groß wie der Eintrag über Kläranlagen.

Die Zahlen müssen allerdings richtig eingeordnet werden. Die Untersuchung erfasste ausschließlich Partikel zwischen 20 und 215 Mikrometern. Reifenabrieb war ausdrücklich nicht Bestandteil der Analyse. Außerdem basiert die landesweite Mengenangabe auf einer Hochrechnung weniger Messstationen.

Die 219 Tonnen sind deshalb keine vollständige Mikroplastikbilanz der Schweiz.

Trotzdem verändert die Untersuchung den Blick auf die Eintragspfade deutlich.

Mikroplastik gelangt nicht nur über:

Haushalte → Kanalisation → Kläranlage → Gewässer

in den Wasserkreislauf.

Es gibt auch den Weg:

Atmosphäre → Regen oder trockene Ablagerung → Böden und Gewässer → Wasserkreislauf

Woher stammt Mikroplastik?

Als Mikroplastik werden sehr kleine feste Kunststoffpartikel bezeichnet. Die europäische Methodik zur Untersuchung von Trinkwasser erfasst beispielsweise Mikroplastikpartikel zwischen 20 Mikrometern und 5 Millimetern sowie Kunststofffasern bis 15 Millimeter Länge.

Mikroplastik kann bereits als sehr kleines Kunststoffteil entstehen oder durch den Zerfall größerer Kunststoffe gebildet werden.

Zu den möglichen Quellen gehören unter anderem:

Kunststoffprodukte und Verpackungen, synthetische Textilien und Fasern, Farben und Beschichtungen sowie der mechanische Abrieb zahlreicher Kunststoffprodukte.

Ein Teil dieser Partikel gelangt unmittelbar ins Abwasser. Andere Partikel werden durch Luftströmungen transportiert und können teilweise weit entfernt von ihrer ursprünglichen Quelle wieder abgelagert werden.

Die Schweizer Atmosphärenstudie fand Mikroplastik deshalb nicht nur in Zürich, sondern auch an ländlichen und bergigen Messstellen. Die Forschenden sehen darin einen Hinweis auf einen verbreiteten atmosphärischen Hintergrundtransport.

Auch Grundwasser ist nicht grundsätzlich abgeschirmt

Eine am 15. September 2026 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit im Journal of Hazardous Materials hat 82 Feldstudien aus 28 Ländern ausgewertet, die zwischen 2019 und 2026 Mikroplastik im Grundwasser untersucht haben.

Mikroplastik wurde in allen acht betrachteten hydrogeologischen Umgebungstypen nachgewiesen.

Die angegebenen durchschnittlichen Konzentrationen schwanken allerdings extrem – von 0,001 bis 2.103 Partikeln pro Liter.

Gerade diese enorme Spannweite zeigt ein grundlegendes Problem der bisherigen Mikroplastikforschung.

Probenahme, untersuchte Partikelgrößen, Analyseverfahren und Maßnahmen gegen eine versehentliche Kontamination der Proben unterscheiden sich zwischen den Studien erheblich. Nur 8,5 Prozent der ausgewerteten Grundwasserstudien dokumentierten beispielsweise eine vorherige Spülung der untersuchten Brunnen beziehungsweise Messstellen.

Die Autoren kommen deshalb ausdrücklich zu dem Ergebnis, dass derzeit keine ausreichend belastbare wissenschaftliche Grundlage für einen eigenen Mikroplastik-Grenzwert im Grundwasser besteht.

Für private Brunnen bedeutet das nicht, dass Brunnenwasser grundsätzlich problematisch ist. Die Forschung zeigt vielmehr, dass Grundwasser gegenüber Mikroplastikeinträgen nicht prinzipiell vollständig abgeschirmt ist.

Mikroplastik im Trinkwasser: Die Messung ist Teil des Problems

Mikroplastik wurde auch in Trinkwasser untersucht. Die Interpretation älterer Untersuchungen ist jedoch schwierig, weil lange Zeit keine einheitliche Messmethode existierte.

Das Joint Research Centre der Europäischen Kommission wertete vorhandene Untersuchungen aus. Die veröffentlichten Konzentrationen liegen häufig unter einigen zehn Partikeln pro Liter. Neuere europäische Untersuchungen kamen teilweise auf lediglich 0 bis 0,6 Partikel pro Liter.

Die Ergebnisse verschiedener Studien lassen sich aufgrund unterschiedlicher Partikelgrößen und Analyseverfahren jedoch nur eingeschränkt miteinander vergleichen.

Seit 2024 gibt es deshalb erstmals eine harmonisierte europäische Methodik.

Der Delegierte Beschluss (EU) 2024/1441 legt fest, wie Mikroplastik in Wasser für den menschlichen Gebrauch gemessen werden soll. Erfasst werden unter anderem Partikel von 20 µm bis 5 mm. Die Kunststoffarten werden spektroskopisch identifiziert und nach Größe und Form klassifiziert.

In der deutschen Trinkwasserverordnung existiert derzeit kein eigener numerischer Grenzwert für Mikroplastik.

Was bedeutet Mikroplastik für die Gesundheit?

Beim gesundheitlichen Risiko ist eine sachliche Einordnung besonders wichtig.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung kommt nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu dem Ergebnis, dass es keine belastbaren Hinweise auf konkrete gesundheitliche Risiken für Menschen durch Mikroplastik gibt.

Gleichzeitig ist die Forschung noch nicht abgeschlossen. Unsicherheiten bestehen insbesondere hinsichtlich sehr kleiner Mikro- und Nanoplastikpartikel, langfristiger Belastungen und möglicher Wirkmechanismen im menschlichen Organismus.

Der Nachweis eines Kunststoffpartikels im Wasser ist deshalb nicht automatisch mit einem nachgewiesenen Gesundheitsrisiko gleichzusetzen.

Die Umweltbelastung durch langlebige Kunststoffpartikel bleibt davon unabhängig ein relevantes Thema.

Wie lässt sich Mikroplastik aus Wasser entfernen?

Bei der Wasseraufbereitung entscheidet vor allem die Partikelgröße darüber, welches Verfahren eine wirksame Barriere darstellen kann.

Eine 2025 veröffentlichte Untersuchung von zehn Trinkwasseraufbereitungsanlagen analysierte Mikroplastikpartikel ab zwei Mikrometern. Die untersuchten Anlagen reduzierten die Mikroplastikkonzentration insgesamt um mehr als 97,5 Prozent.

Besonders wirksam waren chemisch unterstützte granulare Filtration und Membranverfahren wie die Ultrafiltration. Die Autoren führen die hohe Wirkung vor allem auf die physikalische Abtrennung der Partikel zurück.

Diese Werte beziehen sich auf die untersuchten Trinkwasserwerke und können nicht einfach auf eine beliebige Filteranlage übertragen werden.

Für eine konkrete Wasseraufbereitung sind unter anderem relevant:

  • Größe und Form der vorhandenen Partikel

  • Filterfeinheit

  • Membrantyp

  • Rohwasserqualität

  • Wassermenge und erforderlicher Durchfluss

  • gewünschte Qualität des aufbereiteten Wassers

Deshalb besteht eine professionelle Wasseraufbereitung häufig aus mehreren aufeinander abgestimmten Verfahrensschritten.

Mechanische Vorfiltration: die erste Barriere

Sediment- und Kerzenfilter halten Schwebstoffe mechanisch zurück. Entscheidend ist dabei die Filterfeinheit.

Ein Filter mit definierter Rückhaltecharakteristik kann Partikel oberhalb seiner Trenngrenze zurückhalten und gleichzeitig nachfolgende Anlagen schützen.

Allerdings sollte aus der Angabe „5 µm“ nicht automatisch geschlossen werden, dass jeder entsprechend bezeichnete Filter sämtliche Partikel oberhalb von 5 µm vollständig entfernt. Dafür muss unter anderem bekannt sein, ob es sich um eine nominale oder absolute Filterfeinheit handelt.

LFS CLEANTEC bietet verschiedene Vorfilter, Kerzenfilter, schmelzgeblasene Filterkerzen und Filtergehäuse für unterschiedliche Anwendungen an.

Vorfilter, Kerzenfilter und Filterkerzen bei LFS CLEANTEC

Aktivkohle: wichtig, aber kein spezieller Mikroplastikfilter

Aktivkohle hat in der Wasseraufbereitung eine andere Hauptaufgabe.

Sie wird vor allem zur Adsorption bestimmter organischer Wasserinhaltsstoffe sowie zur Reduzierung von Chlor und unerwünschten Geruchs- und Geschmacksstoffen eingesetzt.

Die FSA-Aktivkohlefilteranlagen von LFS CLEANTEC arbeiten mit Norit-PK-1-3-Aktivkohle und sind je nach Modell für empfohlene Durchflussleistungen von 1,5 bis 4,0 m³/h ausgelegt.

Aktivkohle sollte deshalb nicht pauschal als „Mikroplastikfilter“ bezeichnet werden. In einer mehrstufigen Wasseraufbereitung kann sie jedoch eine wichtige zusätzliche Aufgabe übernehmen – beispielsweise vor einer nachfolgenden Membranstufe.

Aktivkohlefilteranlagen FSA von LFS CLEANTEC

Umkehrosmose: Membrantechnik als zusätzliche Barriere

Bei der Umkehrosmose wird das Rohwasser unter Druck gegen eine semipermeable Membran geführt. Es entstehen zwei Wasserströme:

Permeat, also das aufbereitete Wasser, und Konzentrat, in dem zurückgehaltene Inhaltsstoffe aufkonzentriert abgeführt werden.

Membranverfahren stellen aufgrund ihrer physikalischen Trennwirkung grundsätzlich eine wirksame Barriere gegenüber vielen partikulären Verunreinigungen dar. Untersuchungen zur Trinkwasseraufbereitung zeigen hohe Rückhalteraten für Mikroplastik durch geeignete Membranverfahren.

Für die Umkehrosmoseanlagen von LFS CLEANTEC liegen uns allerdings keine produktspezifischen Prüfungen vor, aus denen sich eine konkrete prozentuale Mikroplastik-Rückhalterate ableiten ließe.

Eine Aussage wie „entfernt 99 Prozent Mikroplastik“ wäre deshalb ohne entsprechende Prüfung nicht belastbar.

Technisch korrekt ist:

Umkehrosmosemembranen können abhängig von Membran, Partikelgröße und Anlagenkonfiguration eine wirksame Barriere für partikuläre Verunreinigungen darstellen.

LFS Plus 2.0 für die Trinkwasseraufbereitung

Für den Einsatz im Haushalt bietet LFS CLEANTEC mit der LFS Plus 2.0 ein tankloses Direct-Flow-System an.

Die Anlage kombiniert einen 3-in-1-Vorfilter mit einer nachfolgenden RO-Membran und produziert das Osmosewasser direkt bei Bedarf. Die Membran wird automatisch gespült. Die angegebene Permeatleistung liegt bei bis zu 3.000 Litern pro Tag beziehungsweise rund 2 Litern pro Minute.

Damit verbindet das System Vorfiltration und Membrantechnik in einer kompakten Anlage.

Umkehrosmoseanlage LFS Plus 2.0

RO ECO für Gewerbe und kleinere industrielle Anwendungen

Wenn größere Mengen Reinwasser benötigt werden, bietet die RO-ECO-Serie vier Leistungsstufen:

  • RO 6500 ECO: 280 l/h

  • RO 12000 ECO: 530 l/h

  • RO 24000 ECO: 1.000 l/h

  • RO 36000 ECO: 1.500 l/h

Die Systeme arbeiten mit 4040-Membranen und sind für eine Ausbeute von bis zu 80 Prozent ausgelegt. Die erforderliche Rohwasserqualität ist definiert; unter anderem muss die Härte entsprechend vorbehandelt werden und Eisen sowie Mangan dürfen bestimmte Zulaufwerte nicht überschreiten.

Das zeigt einen wesentlichen Grundsatz professioneller Wasseraufbereitung: Eine RO-Anlage wird nicht isoliert betrachtet. Die Vorbehandlung muss zum vorhandenen Rohwasser passen.

RO ECO – Umkehrosmoseanlagen von 280 bis 1.500 l/h

Industrie-RO bis 48.000 Liter pro Stunde

Für größere industrielle Anwendungen reicht das LFS-Portfolio bis zu 48.000 Litern Permeat pro Stunde.

Die Industrieanlagen arbeiten mit 8040-Membrantechnik. Bei der angebotenen RO-Serie gehört bereits ein 5-µm-Polypropylen-Sedimentfilter zum System. Die mechanische Vorstufe schützt die nachfolgende Membrantechnik vor partikulären Belastungen.

Je nach Anwendung können weitere Vorbehandlungsstufen erforderlich sein, beispielsweise eine Enthärtung oder eine speziell auf die vorhandene Rohwasserqualität ausgelegte Wasseraufbereitung.

Industrie-Umkehrosmoseanlagen von LFS CLEANTEC

Industrie-RO-Serie von 2.000 bis 48.000 l/h

Nicht der eine Filter, sondern die passende Aufbereitungskette

Die neuen Untersuchungen aus der Schweiz zeigen, warum Wasserqualität heute nicht allein über klassische Eintragspfade betrachtet werden kann.

Mikroplastik kann über Abwasser in Gewässer gelangen. Es kann aber ebenso durch die Atmosphäre transportiert und anschließend durch Regen, Schnee oder trockene Ablagerung in Böden und Oberflächengewässer eingetragen werden.

Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass moderne Wasseraufbereitung einen großen Teil partikulärer Verunreinigungen zurückhalten kann.

Welche Technik sinnvoll ist, hängt jedoch vom Rohwasser und vom gewünschten Aufbereitungsziel ab.

Mechanische Vorfilter übernehmen andere Aufgaben als Aktivkohle. Aktivkohle übernimmt andere Aufgaben als eine Umkehrosmosemembran. Erst die richtige Kombination der Verfahren ergibt eine sinnvoll ausgelegte Wasseraufbereitung.

Für Brunnenwasser, Trinkwasser oder industrielles Prozesswasser sollte deshalb zunächst geklärt werden, welche Wasserqualität vorhanden ist, welche Stoffe reduziert werden sollen und welche Wassermenge benötigt wird. Darauf lässt sich die passende Aufbereitungskette auslegen.

Quellen und weiterführende Informationen

Eawag, 10. September 2026: Erste schweizweite Messung zeigt geringen Mikroplastik-Eintrag aus Kläranlagen.
Eawag – Ergebnisse der Schweizer Mikroplastikuntersuchung

Crosset-Perrotin et al., ACS ES&T Water, 2026: Microplastic Particle Loads Discharged by Swiss Wastewater Treatment Plants. Untersuchung von 51 Schweizer Kläranlagen und Abschätzung des jährlichen Austrags.
Wissenschaftliche Originalstudie bei ACS

Ashta et al., Atmospheric Chemistry and Physics, 2026: Wet and dry atmospheric deposition of microplastics at urban, suburban, rural and mountainous sites in Switzerland. Grundlage der Abschätzung von 219 Tonnen atmosphärischer Deposition und rund 10 Tonnen direktem Eintrag in Oberflächengewässer.
Wissenschaftliche Originalstudie zur atmosphärischen Deposition

Journal of Hazardous Materials, 2026: Microplastics in groundwater: An updated systematic review of occurrence, hydrogeological controls, methodological challenges, and regulatory gaps. Systematische Auswertung von 82 Grundwasserstudien aus 28 Ländern.

Joint Research Centre der Europäischen Kommission: Harmonisiertes Verfahren zur Messung von Mikroplastik im Trinkwasser und Überblick über bisher gemessene Konzentrationen.
JRC – Microplastics in drinking water

Delegierter Beschluss (EU) 2024/1441: Europäische Methodik zur Messung von Mikroplastik in Wasser für den menschlichen Gebrauch.
EUR-Lex – Delegierter Beschluss (EU) 2024/1441

Balkenbusch et al., npj Clean Water, 2025: Untersuchung von zehn Trinkwasseraufbereitungsanlagen; in den untersuchten Systemen wurden mehr als 97,5 Prozent der Mikroplastikpartikel ab 2 µm zurückgehalten.

Bundesinstitut für Risikobewertung, 2025: Einordnung des gegenwärtigen Wissensstands zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Mikroplastik.
BfR – Mikroplastik: wissenschaftlicher Kenntnisstand


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